Diebe im Paradies! §

Filmstudio und Rechteverwerter geben kein gutes Beispiel zum Umgang mit geistigem Eigentum

heise schrieb kürzlich in einem Artikel, dass das Filmstudion 'Warner Bros.' sowie Kopierwerke von 'Technicolor' und 'Deluxe' angeklagt sind, geistiges Eigentum unberechtigt zu nutzen.

Rechteverwerter würde in solchen Fällen normaler Weise von Diebstahl, Raubkopie, Mord, Totschlag und Banküberfall sprechen - nein, nicht sprechen, sondern toben - und einen Feldzug gegen die Untäter starten.

Zur grossen Überraschung aller rechtstreuen Beobachter sind die Rechteverwerter aber still, ihnen ist die unberechtigte Benutzen geistigen Eigentums gleichgültig - solange es die Ihren sind, die es tun. Denn ihnen gehört die Welt und besonders: Das Geld der Welt.

Anstatt die betreffenden Firmen auf die schwarze Liste zu setzen und in einem Schauprozess zu Schadenersatz zu verklagen (wenn einen US-amerikanische alleinerziehende Mutter mehrere Millionen Dollar für 3 Lieder zahlen soll, wäre hier ein dreistelliger Milliardenbetrag angemessen), beschützen sie weiterhin die (möglicherweise) kriminellen Marktteilnehmer durch Teilnahmslosigkeit.

So geben sie, indem sie nichts unternehmen, eine Demonstration davon, was sie selbst vom geistigen Eigentum Anderer halten und wie ethisch und rechtstreu sie sich zu verhalten bereit sind. Darüber hinaus führen sie vor, was die, die zu geistigen Leistungen in der Lage sind, von diesen Organisationen zu erwarten haben.

Es gibt da auch noch ein paar pikante Details, aber lesen Sie selbst!

- 30.05.2010 bis 30.05.2010 -

Gedacht