Ja zum Buch! §

Nein zur Buchpreisbindung!

Rettet das Buch! Nein zur Buchpreisbindung!

Meine persönliche Ansicht ist, dass man keine Buchpreisbindung braucht. Ich glaube sogar (glauben = nicht wissen) das Buchpreisbindungen schlecht für den Buchmarkt sind.

Ich möchte nicht, dass Eltern für die Kinderbücher, die sie ihren Zöglingen schenken, überhöhte Preise zahlen. Ich möchte auch nicht, dass Rentenempfänger ihre gesamtes Einkommen auf dem Ladentisch des Buchhändlers liegen lassen müssen nur weil sie eine Gedankenreise antreten wollen.

Es wäre wirklich fatal, wenn ein Buch über die Malediven teuerer wäre als ein Urlaub auf den Malediven!

Soweit es mich betrifft habe ich ohne Buchpreisbindung nichts vermisst. Im Gegenteil, wahnsinnig überrissene Preise für Bildbände z.B. sind deutlich seltener anzutreffen als vorher. Das heisst, ich wäre geneigt, den einen oder anderen Bildband zu kaufen und ich freue mich, wenn es dereinst meine Zeit erlaubt, mein Einkommen aber nachgelassen hat, mir solche leisten zu können.

Wer legt fest was Kultur ist?

Wenn der freie Buchmarkt nicht mehr genug Potential für Bildbände bietet, dann habe ich eben Pech. Das ist aber kein Gund, das gesamte Volk zu überhöhten Buchpreisen zu verurteilen, in der Hoffnung, dass diese eine solche Entwicklung verhindern, was ganz klar nicht der Fall sein kann.

Was bisher nicht angesprochen wurde ist, dass Verlage freie Wirtschaftsunternehmen sind. Sie sind immer dem Gewinn auf der Spur. Buchpreisbindung her oder hin. Sie werden immer nur die Bücher verlegen, von denen sie sich den grössten Gewinn versprechen. Eine Buchpreisbindung hilft ihnen dabei, billige Bücher für viel Geld unter das Volk zu bringen.

Und ein Konsumentenschutz durch Preisüberwacher? Was soll das denn?

Wenn ein Verlag glaubt, dass er ein Buch für 1000,- CHF verkaufen kann, wieso sollte man ihm dieses Experiment nicht erlauben?

Wer legt fest was ein Buch kosten darf?

In unserer Gesellschaft werden Dinge subventioniert für die sich gar niemand interessiert. Schauspieltheater oder Orchester samt Spielhäusern zum Beispiel. Ziel ist es, die abendländische Kultur zu erhalten. Eine Kultur, für die selbst die willfährigstens Anhänger und Abendländler nicht bereit sind kostendeckend zu zahlen.

Von unseren Steuergeldern werden leere Konzerthallen und leere Theater bezahlt. Kulturveranstaltungen, die wirklich auf Interesse stossen, also solche, bei denen mehr Zuschauer/Zuhören marktfähige Priese zahlen wollen als Platz ist, gelten nicht als Kultur. Das ist einfach nur schizophren! Letztere erhalten von der Kultufürderung keinen Rappen. Man erwartet von den Jugendlichen, dass sie für ein Konzert um die 100,- CHF zahlen weil man ihre Kultur nicht als solche anerkennt! Dabei geht es in jeder Gesellschaft immer nur um die Kinder und Jugendlichen. Das ist die treibende Kraft, das sind die Menschen, die die Rente der heute Erwachsenen zahlen. Wer das missachtet sollte seinen Rentenanspruch verlieren. Darum nochmals:

Wer legt fest was Kultur ist?

Das kann nur der Markt entscheiden. Wenn Opernbesucher einen angemessenen Preis zahlen müssten, würden sie schnell feststellen, wieviel ihnen das wert ist, was sie als Kultur bezeichnen. Wieso sollen junge Leute, die kaum eigenes Geld haben, für ihre Kultur den vollen Preis bezahlen und Erwachsene mit eigenem Einkommen von millionenschweren Subventionen profitieren?

Ebenso sieht es mit Buchpreisquersubventionen aus. Wem nützt sie? Für wen sollte man das unterstützen?

Es gibt keine Antwort auf diese Fragen, wieso sollte man dann das Volk verurteilen überhöhte Buchpreise zu bezahlen?

Wenn die Antwort auf diese Frage die ist, dass Andere auch subventioniert werden, dann wendet Euch gegen eben diese zweifelhaften Subventionen anstatt den freien Markt in eine Art sozialistische Festpreiszone zu verwandeln.

- 22.01.2012 bis 14.02.2012 -

Gedacht